Dienstag, 10. Mai 2016

SC Rabenstein - Union Hofstetten

Rabenstein, Sportplatz
Gebietsliga West, 303 Zuschauer, 3:2


Wie vor 2 Wochen bestreitet die Union Hofstetten-Grünau abermals ein Nachtragsspiel. Das Pielachtal-Derby beim SC Rabenstein musste wetterbedingt auf den heutigen Dienstag verlegt werden. Gut für mich....

Bei einem Derby gibt es prinzipiell keinen Favoriten, doch selbst beim Blick auf die Tabelle findet man keinen. Aufsteiger Rabenstein rangiert als Achter einen Platz vor dem Absteiger Hofstetten. Die Raben sind auf jeden Fall auch unter der Woche für das Derby gerüstet, es gibt einen zusätzlichen Eingang und ein eigenes Grillzelt, welches eigens für dieses Spiel aufgebaut wurde.

Für mich ist es die 3. Partie mit Rabenstein-Beteiligung. An diesen Spielen kann man den Höhenflug des Teams verfolgen. So ging es innerhalb kurzer Zeit von der 2. Klasse Alpenvorland über die 1. Klasse West-Mitte in die Gebietsliga.

Beide Teams haben Fanclubs mit dabei. Während sich die Freaks aus Hofstetten neben Ihrer "Bank" ansiedeln, nehmen die Rabenfans auf einem eigenen Gerüst auf der Haupttribüne Ihre Plätze ein - inklusive Fahnen, diversen Tröten und sogar einer Höllenmaschine. Beim Ankick kommen plötzlich bekannte Worte vom Platzsprecher: "Weil ans is fix: Hier regiert der SCR."

Der Gast hält sich allerdings nicht daran - nach einem Blitzstart steht es nach 8 Minuten bereits 0:2. Der Raben-Fanclub steigert nach dem Motto: "Jetzt erst recht" den Lärmpegel. Einer Dame gefällt das nicht, sie verabschiedet sich mit den Worten "I geh, des hoid i ned aus 90 Minuten" auf die Gegenseite.

Rabenstein findet - wahrscheinlich auch wegen der Fans - langsam ins Spiel und kann bis zur Pause auf 2:2 stellen. Mir gelingt in den 45 Minuten eine komplette Umrundung und belohne mich dafür mit Pommes und einer Tasse Kaffee.

Die restliche Zeit verbringe ich mitten in der Menschenmenge. Interessant ist folgendes Gespräch zwischen 2 Damen mittleren Alters: "Wos? Du trinkst a Bier??" " Des is schon des Dritte!" ist die kurze, aber erfrischend ehrliche Antwort. Ja, die Pielachtaler und- innen sind scheinbar trinkfeste Leute. Kurze Zeit später bestellt ein Herr einen Meter Bier....

Rabenstein dreht in der Zwischenzeit die Partie und stellt in der 51. Minute auf  3:2. Danach wird das bis dahin sensationelle Spiel etwas schlechter. Rabenstein verteidigt geschickt und lässt so gut wie keine Chance mehr zu. Nach 93 Minuten pfeift der Schiri ab. Die Heimelf feiert den Sieg vor Ihren jubelnden Fans mit einem kollektiven Diver...

Über diverse Landstraßen, unter Beobachtung von diversen Tieren, geht es für mich wieder zurück in die Heimat.


































    

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